Die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen am Arbeitsmarkt ist eines der wichtigsten Ziele des LandesFrauenRates. Immer noch haben Frauen schlechtere Ausbildungs-, Beschäftigungs-, Verdienst- und Aufstiegschancen und sind somit stärker von Altersarmut betroffen. Die Gründe hierfür sind vielfältig: eine ungleiche Verteilung von unbezahlter Sorge- und Hausarbeit und die horizontale Segregation des Arbeitsmarktes, die z.T. prekären Arbeitsbedingungen in frauendominierten Berufsfeldern, sowie Diskriminierung und Sexismus am Arbeitsplatz.

Frauen, insbesondere Mütter wünschen sich eine Ausweitung der Erwerbsarbeitszeit, da die Rahmenbedingungen nicht immer gegeben sind, sind die Hürden hierfür häufig zu hoch. Hierzu gehören u.a.: die Vereinbarkeit von Erwerbs- und Sorgearbeit und freiwilligen Engagement, partnerschaftliche Aufteilung der Sorgearbeit, verlässliche Kinderbetreuung bis zum 14. Lebensjahr, Unterstützung für Erwerbstätige mit Sorgeverantwortung für An- und Zugehörige, Aufwertung von Frauendominierten Berufsfeldern, Schließung der Entgeltlücke, Sozialversicherungspflicht ab der ersten Arbeitsstunde und Abschaffung von Fehlanreizen im Steuerrecht. Ebenso braucht es eine Klischeefreie Bildung und Berufswahl, eine geschlechtergerechte Arbeitsmarktpolitik und ein entschiedenes Entgegenwirken bei Sexismus und geschlechtsspezifischer Gewalt am Arbeitsplatz. Ziel ist eine eingeständige Existenzsicherung von Frauen zu ermöglichen und Aufstiegschancen zu eröffnen.