Frauen leisten durchschnittlich mehr unbezahlte Arbeit als Männer. Derzeit liegt der Gender Care Gap bei 44,3% (Destatis 2024). Die gerechte Verteilung der unbezahlten Sorgearbeit ist ein zentrales Anliegen des LandesFrauenRates, denn hier sind Geld, Macht und Zeit ungleich zwischen den Geschlechtern verteilt, wodurch Abhängigkeiten entstehen und selbstbestimmte Lebensentwürfe eingeschränkt werden können.

Durch institutionelle Rahmenbedingungen und tradierte Rollenbilder wird die ungleiche Verteilung befördert und gefestigt. Geschlechterstereotype schreiben unbewusst oder bewusst bestimmte Tätigkeiten im Haushalt oder bei der Pflege und Betreuung von Angehörigen Frauen zu. Gleichzeitig ist der männliche Familienernährer weiterhin ein prägendes Bild in unserer Gesellschaft, was durch Gesetze bis heute befördert wird.
Eine gerechte Verteilung der unbezahlten Sorgearbeit ist wesentlich für die Ausweitung der Erwerbstätigkeit von Frauen, um eine eigenständige Existenzsicherung zu ermöglichen, wodurch Abhängigkeiten vermieden werden und Frauen ein selbstbestimmtes Leben führen können. Der LandesFrauenRat hat 2022 im Rahmen der Konferenz der Landesfrauenräte in Bonn das Equal Care Manifest unterzeichnet.